Hilfe zur Selbsthilfe in Mpanshya / Zambia


Aldo Pitsch, Präsident Lions Club Val Müstair, Dr. M. Furrer und Uorschla Rupp, Präsidentin Zonta Club


Mitte Oktober 2016 besuchte eine Delegation (Barbla Truog, Aldo Pitsch, Gian und Marie-Theres Tschenett, Hausi und Uorschla Rupp) die Familie  Furrer in Zambia. Die beiden Präsidenten des Zonta Clubs Engiadina und des Lions Clubs Val Müstair, Uorschla Rupp und Aldo Pitsch, haben Dr. Matthias Furrer je US$ 2.500.00 übergeben. Mit diesen Geldern werden die Projekte „Betreuen von werdenden Müttern vor der Geburt, Ausbildung von medizinischem Personal und den Aufbau einer Rinderfarm“ unterstützt. Auch wurden die gesammelten alten Brillen und Handys übergeben.
Das Ehepaar, Dres. med. Matthias und Kathrin Furrer, die einstigen Ärzte im Gesundheitszentrum Val Müstair, führen seit 2007 in Mpanshya/Zambia das St. Lukes Hospital.
Die Projekte der Familie Furrer gedeihen.
Für die werdenden Mütter sind Gebäude mit Schlafräumen errichtet worden. Die Mütter können kurz vor dem Geburtstermin zu Fuss nach Mpanshya kommen und können dann dort wohnen, bis sie geboren haben. Dazu gehören ein Brunnen und ein gedeckter Platz im Freien zum Kochen. In der Zwischenzeit ist auch ein Gemüsegarten angelegt worden, wo die wartenden Mütter und ihre Angehörigen kleine Arbeiten verrichten können, um sich für die Zeit bis zur Geburt des Kindleins
ein Taschengeld zu verdienen. Die ersten Tomaten und diverses Blattgemüse konnten bereits geerntet und verkauft werden. Es braucht hier aber sicher noch eine Weile, bis die volle Kapazität der Gartenanlage erreicht werden kann. Die Frauen sind froh um diese Möglichkeit, weil sie ansonsten manchmal einfach kaum genügend Geld bei sich haben, um sich über einen Zeitraum von ein paar Tagen bis Wochen zu ernähren, bis dann die Geburt stattfindet. Die Furrers versuchen, mit diesem Projekt die schwangeren Frauen zu überzeugen, sich rechtzeitig vor Geburt in diesen „waiting mother’s shelters“ einzufinden und dann am Krankenhaus sicher zu gebären, denn bei Komplikationen bei der Geburt in den Dörfern ausserhalb von Mpanshya ist es in der Regel für Mutter und/oder Kind in der Regel zu spät, um Hilfe zu organisieren.

Der Aufbau der Rinderfarm sowie die Fischzucht ist vorangeschritten, und wird vom Sohn Benjamin betrieben. Dazu gehört auch eine Herde Ziegen. Proteinmangel war das Hauptproblem bei der Ernährung der einheimischen Bevölkerung, da diese früher von der Jagd lebte, welche vor Jahren rigoros verboten wurde. Die Leute können sich jetzt mit Nahrungsmitteln mit genügend Proteinen ernähren, lernen gleichzeitig, wie man eine Landwirtschaft führt und haben eine Arbeitsstelle. Leider ist immer noch keine Stromversorgung in Mpanshya. Es fehlen nur noch einige Kilometer und das ganze Material wäre vorhanden. Der Staat Zambia hat die Arbeiter der beauftragten Firma nicht mehr bezahlt. Aus diesem Grunde wurden die Leitungen nicht fertiggestellt. Um die Milch haltbar zu machen, ist vorgesehen, die Milch zu pasteurisieren. Ferner ist eine Metzgerei geplant.
Die Ausbildung des medizinischen Fachpersonals im Ausbildungszentrum ist immer noch aktuell. Zudem werden auch Hebammen ausgebildet.  
Immer wieder operiert Dr. M. Furrer Brüche, die vom zuständigen Spital nicht richtig behandelt wurden. Die Patienten hätte Anspruch auf eine Gratisbehandlung, werden aber vom Spital zurückgewiesen, wenn sie nicht genügend zahlen (schmieren)!
Die Familie Furrer setzt sich für das Wohlergehen der einheimischen Bevölkerung ein und ist auch dafür besorgt, dass wenn sie in die Schweiz zurückkehren, ihre Werke und Aufbauarbeit von Einheimischen weitergeführt werden.
Uorschla Rupp  

Zonta